Neue Fenster

Die Nirwana hat endlich neue Fenster bekommen. Dank einer Sammelbestellung über die Vega-Klassenvereinigung und eingebaut von Marco, dem besten Schreiner von Wiesbaden bis Noordschans!

Amsterdam

Anlässlich eines aktuellen Besuchs in Amsterdam:

AMSTERDAM, die groote stad,
Die is gebouwd op palen,
En als ze nu eens ommevalt –
Wie zal dat betalen!

Quelle: DBNL

Das muss man eigentlich nicht übersetzen. Als Kinder haben wir es so gelernt:

AMSTERDAM, die große Stadt,
Ist gebaut auf Pfählen.
Doch wenn sie ins Wasser fällt –
Wer soll das bezahlen?

Eine nautische Anmerkung: In der Saison ist der Sixhaven hoffnungslos überfüllt, es gibt als Alternativen aber noch die Amsterdam Marina am Nord- und die City Marina Ijdock am Südufer der Ij.

Size me up, Per!

Neulich am Steg in Noordschans muss ich zweimal hinschauen: Ist das eine Vega? Oder eine Raubkopie aus China?

Nein, es ist sozusagen die große Schwester der Albin Vega, eine Albin Singoalla, 34 Fuß. Per Brohäll hat wohl tatsächlich den gleichen Riss hochskaliert. Sie hat zwar einen deutlich kürzeren Kiel als die Vega und ein an einem Skeg angehängtes Ruder. Aber wie bei der Vega sitzt die Schraube hinter dem Ruder – Per Brohäll konnte es nicht lassen 🙂

Fallscheiben im Masttop

Nach dem Mastlegen im Winterlager kommt einem so die Idee, man könne ja noch das eine oder andere mal nachsehen, vielleicht sind ja Ersatzteile zu besorgen, und das stellt man besser jetzt fest als im Frühjahr.

Gesagt, getan, und einmal die Lager der Fallscheiben im Masttop angeschaut. Eins ist tatsächlich hin und bei der Gelegenheit werden sie gleich alle ersetzt. Gehalten haben die alten vermutlich über 40 Jahre …

Für die Nachwelt die Maße: Die Scheibe ist aus Alu, Außendurchmesser 62,7 mm (2 15/32 in), Dicke 12,7 mm (1/2 in), Bohrung 15,9 mm (10/16 in). Der Bolzen hat eine Durchmesser von 9,5 mm (6/16 in).

Daraus ergeben sich auch die Maße des Lagers, das aus Kunststoff mit (vermutlich) einer Graphit-Beimischung ist.

Wartung Getriebe und Welle

Werkzeug für die Demontage und Montage von Getriebe, Umkehrmechanismus und Getriebe.

  1. Abzieher (es wird auch noch ein kleinerer benötigt für die Klemmhülse auf der Welle)
  2. Hakenschlüssel, Spezialanfertigung nach Angaben Volvo-Werkstatthandbuch bzw. Vega-Klassenvereinigung Getriebe-CD. Dank an Maschinen- und Anlagenservice Sticksel
  3. Maulschlüssel 28 mm
  4. Maulschlüssel 1 5/16 inch (entspricht etwa 33 mm – die Mutter hat aber Inch-Maß)
  5. Splintentreiber 10 mm
  6. Holzklemme – Spezialvorrichtung zum Festklemmen des Manöverrohrs nach Angaben der Vega-Klassenvereinigung Getriebe-CD
  7. Nicht auf dem Bild: Verschiedene Seegering-Zangen (öffnen und schließen).
  8. Auch nicht auf dem Bild: Je ein Satz stabiler und möglichst langer Imbusschlüssel metrisch und inch
Werkzeugsatz

Frühjahrsputz

Nirwana erhielt erst einmal ein neues Kleid von Yachtpaint, Model Supergloss HS. Die Farbe nennt sich Thames Green (Nomen est omen :-)).

Nriwana im neuen Kleid
Nirwana im neuen Kleid. Die Farbe der Saison: Thames Green

 

Jetzt bleibt noch vieles weitere zu putzen, polieren, richten und dichten. Spätestens in der Woche nach Pfingsten wird sie dann  wieder zu Wasser gelassen.

Noordschans

25.5.2012 – 12:00 Ablegen Sixhaven, bei strahlendem Sonnenschein, aber nur für einen Mini-Schlag, denn schon um 12:15 machen wir wieder fest: in der Singelgracht, vor der Spoorbrug, um auf deren Öffnung gegen Mitternacht zu warten. Natürlich nicht an Bord, sondern zu Fuß in der Amsterdamer Innenstadt streunernd und den Abend beim Indonesier beenden.

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Nirwana in der Singelgracht

26.5.2013 – 00:15 Etwas überraschend über Funk Brückenwärter „Attentie, attentie, …“ und dann ging es in einem Minikonvoi einer Handvoll Boote durch die Amsterdamer Grachten. Das ist einmalig. Es war eine laue Freitagnacht, und die Straßen waren auch um die Zeit noch voll von Leuten. Um 2:30 dann erstmal am Steiger der Nieuwe Meer Sluis festgemacht. Der Skipper war platt, um es so zu sagen. Vor unzähligen Brücken mussten wir warten, um dann ganz schnell durchzufahren.

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Vor Noordschans

Um 6:20 ging es dann weiter. Mittags um 13:15 unter den Brücken von Gouda durch. Es wurde dann noch etwas ruckelig, weil der Volvo muckte. Ich hätte halt doch mal vor Start der Tour die Dieselfilter kontrollieren sollen. Nun ja, irgendwie ging’s zum Glück doch noch weiter, mit Unterstützung der Genua. Um 21:35 dann schließlich festgemacht in Noordschans, Box 416.

Amsterdam

Das Wetter entwickelte sich natürlich ganz anders als geplant. Im Laufe des Freitags wurde absehbar, dass es wohl innerhalb der nächsten fünf bis sechs Tage kräftig weiter aus West kacheln würde. Also auf zu Sixt und ab nach Hause.

Erst am Sonntag (20. Mai) gings dann per Leihwagen wieder zurück nach Cuxhaven. Jetzt blieb aber aufgrund meiner Urlaubsplanung noch genau eine Woche Zeit, um Nirwana nach Noordschans zu bringen. England muss warten.

Aus Cuxhaven raus die Elbe runter ist nur bei ablaufemden Wasser sinnvoll. Der Strom kippt ca. 1 Stunde nach Hochwasser. Also sind wir am Montag um 15:20 ausgelaufen.

Das Foto zeigt Frachter in der Wesermündung. Auf so einem Foto sehen sie klein aus, aber in Wahrheit sind sie groß und manchmal auch bedrohlich.

Um den großen Frachterverkehr zu vermeiden, und andererseits die küstennahen Fischer, hatten wir uns für eine Route ca. 1/4 NM südlich des Verkehrstrennungsgebiets entschieden. Umso größer die Überraschung, als später in der Nacht auf dem Plotter das AIS-Signal eines Schiffes auftauchte, das, von hinten kommend und in gleicher Richtung fahrend, mit ca. 14 Knoten direkt, aber wirklich direkt, auf uns zuhielt. Es entpuppte sich als ein Frachter, der wohl mit einer ähnlichen Strategie wie wir das Verkehrstrennungsgebiet bzw. das Durchqueren desselben vermeiden wollte. AIS und Funk sind ein Segen. Dank AIS weiß man, mit wem man es zu tun hat, auch schon weit vor der 2-NM-Sichtweite. Im Funk konnten wir den Frachter direkt ansprechen. Der sicherte uns zu, uns gesehen zu haben und an Backbord zu überholen, was er dann auch tat.
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